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Entwicklung der Stoffwechseltyp-Bestimmung

Stoffwechseltyp Analyse / Metabolic Typing ... gesunde und typgerechte Ernährung

Das Fleisch des einen ist das Gift des anderen.
Lucretius, römischer Philosoph, 60 v. Chr.

Die Idee von unterschiedlichen Typen und einer entsprechend typgerechten Ernährung ist also keineswegs neu. Die Wurzeln dieses Konzepts können sogar bis weit in die Antike zurückverfolgt werden.
Bereits vor rund 6.000 Jahren werden in der 5-Elemente-Lehre des chinesischen Medizinsystems fünf unterschiedliche Elementartypen beschrieben.

Die über 5.000 Jahre alte hinduistische Heillehre des Ayurveda basiert auf dem Zwischenspiel von 5 Elementen und 7 Energiezentren in uns und unterteilt jeden Menschen in die drei unterschiedliche Doshas: Vata, Pitta und Kapha.
Die griechischen Ärzte und Philosophen kümmerten sich, nach den Worten von Hippokrates, "um den Patienten, der eine Krankheit hat, und nicht um die Krankheit, die den Patienten hat". Sie gingen in ihrer Humorallehre dabei von 4 Säften aus, deren Harmonie die Gesundheit bestimme.
Auch in der jüngeren Vergangenheit gab es mehr oder weniger bekannte Forscher, die die Bedeutung der Stoffwechsel-Individualität erkannten und weiter untersuchten:
1919 veröffentlichte Frances Pottenger sein Buch "Symptoms of Visceral Disease", in dem er das Autonome Nervensystem als die Grundlage der Stoffwechsel-Individualität erkannte und die Einflüsse vieler Nährstoffe auf das Autonome Nervensystem erforschte.
In den 40er Jahren veröffentlichte Dr. Sheldon seinen berühmten "Atlas of the Body", in dem er Fotos seiner Körpertypen vorstellte - ektomorph, endomorph und mesomorph.
In den 50er Jahren entwickelten Dr. Melvin Page und Dr. Henry Bieler gleichzeitig das Konzept der Drüsentypen (Schilddrüsentyp, Nebennierentyp und Hypophysentyp) und deren Beziehungen zu verschiedenen Nahrungsmitteln.
Ebenfalls in den 50er Jahren entwickelte Dr. George Watson sein Konzept der unterschiedlichen Einflüsse des Verbrennungssystems in verschiedenen Individuen, die er in Schnellverbrenner und Langsamverbrenner unterteilte.
Dr. D'Adamo veröffentlichte in den 70er Jahren ein System von individuellen Typen, das auf den Blutgruppen basiert. Heute zum Teil widerlegt, liefert es doch interessante Ansätze für eine detailliertere Betrachtung der unterschiedlichen Stoffwechseltypen.
Der amerikanische Biochemiker Dr. Roger Williams (Entdecker des Vitamins Pantothensäure) stellte seine genetotrophische Theorie der "Biochemical Individuality" vor. Dr. William Donald Kelley war der erste, der Williams´ Konzept einer individuellen Ernährung auf die modernen Auswertungsmöglichkeiten des Computers übertrug. Er entwickelte daraus ein System der Ernährungstypen, das auf dem Autonomen Nervensystem basierte.
Dr. Emanuel Revici entwickelte ein System der Stoffwechseltypisierung das die individuell unterschiedlichen Einflüsse von Ana- und Katabolismus im Körper (Auf- und Abbauvorgänge) berücksichtigt.
Bereits hinsichtlich dieser kleinen Auswahl an Beispielen erscheint jedoch das Festhalten an der längst überholten Vorstellung, eine einzige Ernährungsempfehlung könne für alle Menschen gleichermaßen die richtige sein, als nicht sinnvoll.

 
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